Bio-LNG versus LNG
Sowohl Bio-LNG als auch LNG sind verflüssigte Formen von Methan und werden in unterschiedlichen Anwendungen als Energieträger eingesetzt. Der wesentliche Unterschied liegt in der Herkunft des eingesetzten Gases: Bio-LNG wird aus Biomethan hergestellt, während LNG auf fossilem Erdgas basiert. Für die Herstellung von Bio-LNG wird Biomethan in das Gasnetz eingespeist, bilanziell zugeordnet, wieder entnommen und anschließend verflüssigt. Bio-LNG und LNG unterscheiden sich damit insbesondere hinsichtlich der Herkunft des eingesetzten Gases – bei Bio-LNG beispielsweise aus organischen Abfällen oder landwirtschaftlichen Reststoffen. Beide Energieträger können bilanziell abgebildet und entsprechend individueller Energieversorgungskonzepte eingesetzt werden.
Der Weg vom Rohstoff zu Bio-LNG
Im Vergleich zu fossilem LNG basiert Bio-LNG auf Biomethan und kann dadurch zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen beitragen. Für Unternehmen kann Bio-LNG daher eine interessante Option für Logistik- und Energieanwendungen sein.
Wie wird Bio-LNG produziert?
- Biomassebeschaffung: Verwendung von landwirtschaftlichen Reststoffen, Gülle, Bioabfällen oder speziell angebauten Pflanzen.
- Biogasproduktion: Durch Vergärung der Biomasse entsteht Biogas, das aus Methan und CO2 besteht.
- Reinigung und Aufbereitung: Das Biogas wird gereinigt, um reines Methan zu gewinnen.
- Verflüssigung: Durch Kühlung auf -164 °C wird Biomethan in Bio-LNG umgewandelt.
Was zeichnet Bio-LNG aus?
Bio-LNG unterstützt die Kreislaufwirtschaft und kann gegenüber fossilen Kraftstoffen mit geringeren CO₂-Emissionen sowie geringeren Emissionen von Schadstoffen wie Feinstaub oder Schwefeloxiden verbunden sein.